Vorfälle 2021

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07.06.2021 - 16:57 von Journalistin an Go&Change


Lieber Felix Krolle,

nach knapp einem Jahr melde ich mich erneut mit der Anfrage, Sie in Bad Lülsfeld zu treffen. Ich habe mittlerweile mit dutzenden Menschen über Go & Change gesprochen – außer mit den Anwohnern des Klosters selbst. Das würde ich gerne ändern: Ihr Name fiel als spiritueller wie philosophischer Ideengebern der Gemeinschaft im Rahmen dieser Gespräche immer wieder, Sie sind verantwortlich für den Inhalt der Homepage und Geschäftsführer der Gemeinschaft. Die umfangreiche Recherche steht kurz vor der Veröffentlichung und ich würde mich sehr freuen, Ihre Perspektive und Ihre Sicht auf die Dinge noch berücksichtigen zu können. Ich möchte Ihnen deshalb einen Interviewtermin am Dienstag, den 15. Juni oder Mittwoch, den 16. Juni anbieten. Da werde ich in Würzburg sein und hoffe, Sie im Rahmen dieser Reise auch zu treffen.

Ich freue mich auch, wenn Sie mich außerdem an eine andere Person, die aktuell im Kloster oder einer der anliegenden WGs wohnt und etwas aus dem Leben in der Gemeinschaft erzählen kann, vermitteln.

Mittlerweile bin ich nicht mehr bei der Zeitung XYZ, sondern schreibe diesen Text für das ABC Magazin in Kooperation mit meinem Kollegen.

Bitte lassen Sie mich wissen, ob Sie an einem der vorgeschlagenen Termine Zeit haben. Gern können Sie mich auch anrufen und wir vereinbaren Genaueres.

Ich freue mich über eine zeitnahe Antwort. Eine gute Woche und mit freundlichen Grüßen,

Journalistin


11.06.2021 - 16:22 von Go&Change an Journalistin


Liebe Journalistin,

ich habe nicht das Gefühl, dass Sie es gerade mit uns oder mit irgendjemanden außer Ihnen selbst gut meinen. Ihr Artikel wird daher kaum einen Beitrag zu einem schöneren Leben liefern.

Ich wünschen Ihnen und uns allen alles Gute,
Felix Krolle


22.06.2021 - 22:07 von Go&Change an Journalistin


Liebe Journalistin,

zu Ihrer Kenntnisnahme: heute ist ein weiterer Artikel über uns in der MainPost erschienen, der die Vorwürfe gegen uns für haltlos erklärt. Sie finden die PDF im Anhang.

Wir haben dazu Stellung genommen ( https://goandchange.de/aktuelles/ ) und dort ebenso darauf verwiesen, dass wir den E-Mailverkehr mit Ihnen anonymisiert auf http://www.alle-seiten.org veröffentlicht haben, da wir Ihr Vorgehen als ein Beispiel für nicht ehrbaren Journalismus sehen und wir es wichtig finden, das transparent zu machen, damit die Menschen sich ein eigenes Bild machen können.

Ich wünschen Ihnen und uns allen alles Gute,

Felix Krolle


23.06.2021 - ca. 14.00 Uhr - unagekündigter Besuch der Journalisten


Nachdem wir gestern die uns bekannte Journalistin informiert haben, dass wir den Mailverkehr mit ihr auf unserer Seite veröffentlicht haben, erschien diese heute zusammen mit ihrem Kollegen des ABC-Magazins ohne Absprache oder Vorwarnung bei uns an der Haustür. Sie seien “gerade in der Gegend gewesen” und wollten ein Interview. Bereits an der Türschwelle ließen sie nicht von fordernden Fragen ab. Wir beendeten das Gespräch mit dem Standpunkt, kein Interesse an einem Interview zu haben.

Kurz darauf rief der Kollege der Journalistin mit unterdrückter Nummer an, und fragte wiederholt nach einem Interview. Wir schlugen vor, unsererseits ein Interview mit den Journalisten zu führen und unsere Fragen an sie zu klären, um die Basis an Vertrauen für weitere Gespräche zu legen, und baten um eine kurze interne Besprechungszeit. Als Grundlage für ein kooperatives, zwischenmenschliches Miteinander sehen wir die dringende Notwendigkeit, dass auf bereits stattgefundenen Kontakt Bezug genommen wird. Da sich jedoch in diesem kurzen Kontakt, sowie in dem unangemeldeten Besuch keine Änderung der invasiven, fordernden Grundhaltung abzeichnete, entschieden wir uns dafür, von jeglicher Zusammenarbeit abzusehen.

In einem weiteren Telefonat mit der Journalistin teilten wir ihnen unseren Standpunkt mit, was jedoch aufgrund massiver Zwischenrufe, Unterbrechungen und der Übernahme des Telefonats durch den Kollegen der Journalistin stark erschwert wurde. Der Kollege warf uns ungerechtfertigtes Misstrauen und fehlende Kenntnis seiner Arbeitsweise vor, sie hätten extra auf uns gewartet. Weiter unterstellten sie uns, kein Interesse an einer erwachsenen Klärung der Situation zu haben.

Dass sein eigenes Verhalten vom ersten Kontakt an der Tür bis hin zum zweiten und letzten Telefonat weit entfernt von einer erwachsenen Haltung war, war offensichtlich Methode. Es war erschreckend zu sehen, wie die beiden Journalisten durch ihre invasive Gesprächsführung gezielt versucht haben, uns in eine Rechtsfertigungsposition zu bringen und somit doch in ein Gespräch/Interview zu verwickeln. Dabei nutzten die beiden u.a. lang antrainierte kulturelle Höflichkeitsautomatismen schamlos aus. Z.B. fühlen sich die meisten Menschen ganz automatisch genötigt, auf eine noch so absurde Frage zu antworten, die sehr dringlich oder wichtig erscheint, oder gar einen (impliziten) Vorwurf enthält – auch wenn sie gar nicht antworten möchten oder bereits klar ist, dass mit ihrer Antwort nicht unvoreingenommen umgegangen werden wird. Der Druck, sich rechtfertigen zu müssen, der entsteht, wenn man von den Journalisten (implizit) als schlechter Mensch dargestellt wird, ist gewollt und enorm. Jeder, der schon einmal mit der Presse zu tun hatte, kennt diesen Druck. Für uns fällt diese Form ganz klar in die Kategorie nicht-ehrbarer, destruktiver Journalismus.

Wir erteilten ihnen daraufhin lebenslanges Hausverbot in all unseren Einrichtungen und wünschten ihnen für ihr weiteres Leben alles Gute, und dass sie für ihre Karriere bitte möglichst wenige Existenzen zerstören mögen. Kurz darauf erhielten wir von dem Kollegen der uns bekannten Journalistin einen weiteren Anruf mit unterdrückter Nummer, den wir nicht annahmen, und dann folgende Mail:

Sehr geehrter Herr Krolle,

da ich Sie telefonisch gerade nicht erreicht habe, auf diesem Wege noch mal kurz: Ich komme ehrlich gesagt nicht mehr ganz mit und verstehe nicht, worauf Ihre heftige Reaktion uns gegenüber basiert. Sie kennen meine Arbeit nicht und haben auch meiner Kollegin noch kein Interview gegeben, werfen uns dennoch vor, potenziell „Existenzen zu zerstören“? 

Wir haben heute ganz freundlich und offen an Ihrer Tür geklingelt, weil wir in der Nähe waren und die Chance nicht ungenutzt lassen wollten, mit Ihnen doch noch ins Gespräch zu kommen. Denn das ist es, was ich beruflich tue: Menschen zu Wort kommen lassen, neue Perspektiven entdecken und aufrichtig und fair darstellen. Ich würde mir gerne von Ihnen völlig unvoreingenommen erklären lassen, wie es zu der Situation gekommen ist, dass Sie sich als Gemeinschaft falsch dargestellt fühlen in der Öffentlichkeit und es zu Ermittlungen der Staatsanwaltschaft kam.

Es ist nun mal schwer, alle Seiten zu Wort kommen zu lassen, wenn die eine Seite jede Begegnung ablehnt. Ich würde Ihnen, wie gesagt, vertrauen, Sie können mir gerne jede Frage stellen und ich versuche, Sie zu beantworten. Aber dafür müssen Sie mir auch ein Mindestmaß an Vertrauen und Wertschätzung entgegenbringen. Anlass an meinen Motiven zu zweifeln, habe ich Ihnen meiner Meinung nach noch nicht gegeben.

Herzlich, Journalist


Juli 2021 - Journalisten in K.K.´s Heimatstadt


Wir erhalten Meldungen aus der Heimatstadt von K.K., dass ein ca. 5-köpfiges Journalistenteam des ABC-Magazins aus Süddeutschland auf den Straßen herumläuft und wahllos Menschen nach K.K. befragt.

Gleichzeitig haben sie die Facebook-Kontakte, alte Freunde, Bekannte und Familienmitglieder von K.K. kontaktiert um mehr über seine Vergangenheit zu erfahren.

Sie haben dabei nicht davor zurückgeschreckt über die Arbeitgeber alter Freunde zu gehen, zu bedrohen (Zitat aus einer E-Mail an einen alten Freund: „Dabei kommen auch seine [gemeint ist: K.K.s] Freunde von früher nicht gut weg.“) und sogar in Hausflure einzudringen um Zettel unter der Tür durchzuschieben. Woanders nennt man das Stalking und Erpressung.


05.11.2021 – ca. 16 Uhr - Fotograf macht Bilder vom Kloster


Ein junger Mann mit einer großen Fotokamera läuft vor dem Kloster auf und ab und fotografiert das Gebäude. Einige Bewohner, die am wegfahren oder heimkommen sind, sprechen ihn an. Er sei vom ABC-Magazin aus Süddeutschland, wo bald ein Artikel über uns erscheine.

Aus Fairnessgründen haben wir uns daraufhin auch eine Kamera geschnappt und ebenfalls Fotos von ihm gemacht. Der junge Mann war sichtlich irritiert und erklärte uns aufgebracht, dass wir kein Foto von ihm veröffentlichen dürfen und er die Fotos, die er von uns macht auch nicht veröffentlichen wird – lediglich die Fotos vom Kloster sind im Rahmen der Panoramafreiheit legal.

Hier ist nun also ein Foto unserer Hofeinfahrt ohne den jungen Mann:


Hinweise:

Wir haben den Verlauf innerhalb jeder Rubrik chronologisch geordnet – von früher bis später.

Alles was zeitlich vor Vorfälle 2021 geschehen ist, ist zu finden unter Vorgespräche 2020.
Alles was zeitlich nach Vorfälle 2021 geschehen ist, ist zu finden ab Eva’s Fragen – unsere Antworten.

Da die Journalistin hier mit einer Namensnennung nicht einverstanden war, haben wir alle identifizierenden Namen und Umstände im Text unkenntlich gemacht. Man erkennt diese Stellen i.d.R. daran, dass sie kursiv geschrieben sind.