Unsere Stellungnahmen


17.12.2021 - Sechste Stellungnahme von Go&Change: SZ, Mainpost und BR

Lülsfeld, 17.12.2021

Liebe Freunde,

am 9.12.2021 (online) und am 10.12.2021 (print) ist nun der Artikel im SZ-Magazin erschienen. Wie zu erwarten war, wurde dieser in vollkommen tendenziöser Art und mit dem Ziel geschrieben, Schlagzeilen zu machen. Er ist nicht verfasst worden, um aufzuklären oder einen Beitrag zum Wohl zu leisten.

Wir haben uns die Mühe gemacht, dieses wie ein Krimi wirkendes Phantasiewerk mal Satz für Satz auf Wahrheit zu prüfen und haben nur wenige (ca. 10%) Sätze gefunden, die dieser Prüfung stand halten. Selbst diese sind teilweise noch fragwürdig. Alle anderen Sätze enthalten mindestens eine mehr oder weniger große Lüge, die die ganze Aussage in das Gegenteil ihrer Wahrheit verdreht.

Auf unserer Seite https://alle-seiten.org/willkommen/willkommen-2/ ist wie gewohnt alles transparent dokumentiert und kommentiert.

Doch damit sollte die Diffamierungskampagne gegen uns natürlich noch nicht abreißen. Die Mainpost lässt keine Gelegenheit ungenutzt, um uns das Leben möglichst schwer zu machen. Dabei schrecken sie auch vor Lügen nicht zurück.

Mainpost: „“Go&Change”: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage wegen Kindesmissbrauchs“ (hinter Bezahlschranke)

Bevor wir auf die Diffamierung näher eingehen, wollen wir klarstellen, dass der einmalige Vorfall aus dem Jahr 2018 eines ehemaligen Bewohners, ohne einem gerichtlichen Urteil vorgreifen zu wollen, aus der Sicht von Anwalt und Therapeuten als minderschwer einzustufen ist, ohne die Gefahr einer Wiederholung.

Journalisten überspitzen in Überschriften ja gerne, allerdings ist obige Überschrift der Mainpost einer Lüge näher als einer Überspitzung.

Zum Vergleich der Titel des entsprechenden BR Artikels: „Ex-Mitglied von “Go&Change” wegen Kindesmissbrauchs angeklagt“ (kostenfrei verfügbar)

Alleine an der Differenz der Überschriften lässt sich schon ableiten, dass die Mainpost uns gezielt diffamieren will.

Auch im weiteren Vergleich beider Artikel wird deutlich, dass Herr Stahl von der Mainpost es nicht gut mit uns meint. Er versucht, wie gewohnt, unter Beugen und Biegen der Wahrheit uns so schlecht wie nur irgend möglich darzustellen, wenngleich auch Herr Stahl nicht an der Wahrheit vorbei kommt:

„Bei einer Anhörung vor dem Jugendamt „zeigte sich der Beschuldigte geständig“, so der Sprecher weiter. „Es muss festgestellt werden, dass weder seine Schilderungen, noch die Schilderungen der von uns befragten Aussteiger aus der Lebensgemeinschaft auf ein systemisches Vorgehen zum Schaden der Kinder in der Lebensgemeinschaft schließen lassen.“ Zudem gehe die Staatsanwaltschaft von einem Einzeltäter aus.“

Herr Filzek vom BR verzichtet indes weitestgehend auf Tendenziösität und stellt klar:

„Laut dem Oberstaatsanwalt handelte es sich dabei aber um das Fehlverhalten eines Individuums und nicht das einer Gruppe.
Die Ermittlungen hätten ergeben, dass andere Gruppenmitglieder nicht beteiligt waren. Weihprecht bestätigte gegenüber dem BR, dass sich der Beschuldigte im Frühjahr 2020 selbst angezeigt hatte. Er lebe nicht mehr in dem ehemaligen Kloster und sei nicht vorbestraft.“

Wie Herr Stahl von der Mainpost uns als Gemeinschaft einen Strick daraus dreht, dass ein ehemaliges Mitglied eine Straftat begangen hat, die aufgrund ihrer Einmaligkeit und geringen Schwere der Gemeinschaft oder der Polizei niemals bekannt geworden wäre, wenn er sie nicht selbst in der Absicht der Heilung preisgegeben hätte, kann nur der Feder eines Menschen entspringen, der an dieser Stelle nicht am Wohl seiner Mitmenschen interessiert ist.

Auch die vermeintliche „Mutmaßung“ von Herrn Stahl, dass wir „möglicherweise versehentlich – selbst den Hinweis“ lieferten, dient alleine dem Zweck der Diffamierung.

Frau H. vom SZ-Magazin hatte uns im Vorfeld ihres Artikels zu dem Vorfall befragt.

Aufgrund der Bedeutsamkeit des Vorwurfs haben wir selbstverständlich auch darauf geantwortet:

„Das Bild, das Sie durch diese Frage erzeugen, ist das eines schwerstkranken Pädophilen, der sich an kleinen Kindern vergeht.

Die Wahrheit ist, dass ein ehemaliger Bewohner so tief im Vertrauen mit uns war, dass er der ganzen Gemeinschaft von seinen tiefsten Abgründen erzählt hat mit der Intention diese Abgründe aufzuräumen, zu heilen und sie mit allen Konsequenzen, die dazu gehören, wieder gut zu machen.
Es war sofort allen, auch ihm selbst, klar, dass wir damit zur Polizei gehen mussten. So habe ich, Felix Krolle, ihn unmittelbar selbst zur Polizei für seine Selbstanzeige begleitet.

Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, werde ich keine weiteren Aussagen dazu machen.

Ich würde jedoch behaupten, dass wir uns hier als Gemeinschaft vorbildlich verhalten haben.“

Ein weiterer eindeutiger Hinweis, dass Herr Stahl nichts Gutes im Sinne hat: Herr Stahl hat uns nicht einmal 24 Stunden Zeit für eine Stellungnahme gegeben.

Zu guter Letzt ist sich Herr Stahl mal wieder nicht zu schade, den schmerzvollen Verlust unserer beiden Kinder für sein Narrativ einer bösen Psychosekte zu benutzen, die ihre Kinder schlecht behandelt.

Im Rahmen der Diffamierungskampagnen der letzten Monate haben sich bereits die Eltern und ein Betreuer des verunglückten Jungen zu Wort gemeldet: http://www.goandchange.de/aus-liebe-zu-unseren-kindern

Die Radikalität und Grausamkeit mit der ehemalige enge Weggefährten uns nun zerstören wollen und selbst den Tod von Kindern dafür benutzen, ist emotional immer wieder eine Herausforderung für uns. Wenngleich psychologisch offensichtlich ist, was bei ihnen passiert.

Sie versuchen die Schatten, die wir ihnen gespiegelt haben, wegzubekommen und das geht niemals gut aus, wie schon C.G. Jung, der Begründer der analytischen Psychologie, festgestellt hat:

“Indem du dir deinen Schatten nicht bewusst machst, erklärst du einen Teil deiner Persönlichkeit für nicht-existent. Dann geht der Schatten in das Reich des Nicht-Seienden ein, das anschwillt und enorme Ausmaße annimmt… Wenn du Eigenschaften, die du nicht magst, loswerden willst, indem du sie verleugnest, wirst du dir immer unbewusster darüber, was du bist, du erklärst dich selbst zunehmend für nicht-existent und deine Teufel werden fetter und fetter.”

C.G. Jung: Traumanalyse

Wir danken den Menschen, die trotz dieser massiven Angriffe für die Wahrheit einstehen, die sie mit uns erlebt haben und die hierhierhier und hier nachzulesen sind.

Wir sind jederzeit bereit, konstruktiv mit jedem Beteiligten, gerne auch mit Mediator, über alles aller Beteiligten transparent zu reden.

Alles Liebe,
Go&Change


30.11.2021 - Fünfte Stellungnahme von Go&Change

Lülsfeld, 30.11.2021, geändert am 13.12.2021 (Journalistin anonymisiert)

Liebe Freunde,

die Journalisten, die im Juni unangekündigt bei uns an der Tür geklingelt haben, waren in der Zwischenzeit nicht untätig.

Sie haben unser Kloster fotografiert, sind mehrmals durch die Heimatstadt von Kai gelaufen, haben erst wahllos Leute auf der Straße befragt und haben dann immer mehr gezielt alte Freunde und Familie bis zur Arbeit verfolgt und massiv unter Druck gesetzt.

Alle Kontakte, die wir mit den Journalisten hatten, sind hier dokumentiert: https://alle-seiten.org/mailverkehr-journalistin/

Letzte Woche nun hat sich eine der Journalistinnen, Frau Eva H. vom SZ-Magazin, mit einem sehr umfangreichen, vollkommen tendenziösen Fragenkatalog und der Ankündigung einer baldigen Veröffentlichung bei uns per Mail gemeldet.

Da der bisherige Kontakt von Frau H. mit uns und die Fragen, die sie uns stellt, unzweifelhaft nicht der Wahrheitsfindung, sondern möglichst reißerischen Schlagzeilen dienen, haben wir auf unsere Art auf die Fragen geantwortet, um weiter offensichtlich zu machen, wie tendenziöser Journalismus funktioniert.

Dieser Text ist zu finden unter https://alle-seiten.org/mailverkehr-journalistin/#neu-beitrag

Alles Liebe und Gute uns allen,
Go&Change


22.06.2021 - Vierte Stellungnahme von Go&Change

Lülsfeld, 22.06.2021, aktualisiert am 24.06.2021

Liebe Freunde,

Dieser entlarvt auf eindrückliche Weise, welche soziale Gefahr von einem Blatt wie der MainPost und solchen Institutionen wie den Weltanschauungsbeauftragten ausgeht.

Die MainPost muss hier einräumen, dass keiner der Vorwürfe aus ihren früheren Artikeln gegen uns haltbar ist:

Das Fazit des Staatsanwalts: “Nach umfangreichen Ermittlungen, insbesondere Vernehmungen von ehemaligen und aktuellen Mitgliedern der Gemeinschaft, konnten Straftaten innerhalb der Gemeinschaft zum Nachteil anderer Gruppenmitglieder nicht festgestellt werden.”

Uns sei nichts Schlimmeres vorzuwerfen, als dass wir Menschen auffordern die Gemeinschaft zu verlassen, wenn sie sich destruktiv verhalten.

Laut [Oberstaatsanwalt] Weihprecht schilderten Zeugen, “dass gegenüber Gemeinschaftsmitgliedern zur Erreichung bestimmter Verhaltensweisen ein gewisser psychischer Druck aufgebaut worden sei, der darin bestand, dass den Mitgliedern nahegelegt wurde, die Gruppe zu verlassen, wenn sie sich aus Sicht der Gemeinschaft außerhalb der Gemeinschaftsregeln bewegten”. Aber: “Solche Einwirkungen sind strafrechtlich nicht relevant.”

Natürlich sind diese Einwirkungen strafrechtlich nicht relevant, denn mehr oder weniger jede Institution, inkl. der Polizei und Staatsanwaltschaft und viele Familien dieser Welt verfahren genauso: Jeder, der sich nicht an grundlegende Regeln des jeweiligen sozialen Systems hält, wird früher oder später aus dem sozialen System ausgeschlossen und das mit Recht!

Häufig geschieht dies allerdings in einer nicht so schönen Art, nämlich über Mobbing, Ignoranz o.ä..

Wir hingegen haben uns entschieden, Liebe und Miteinander in den Fokus zu stellen und Menschen, die das nicht leben wollen, müssen in der Konsequenz, meist nach einem langfristigen Prozess, gehen. Da wir uns also nicht von diesen Menschen absondern, sondern klar benennen, was der Streitpunkt ist, können diese Menschen in den meisten Fällen problemlos wieder zurückkommen, wenn das destruktive Verhalten abgelegt oder sichtbar daran gearbeitet wurde – das ist woanders eher selten.

Nun ist also offensichtlich, dass die MainPost und die Weltanschauungsbeauftragten auf der Grundlage der Lügen einiger Weniger agiert haben und diesen Lügen eine Reichweite und Kraft gegeben haben, die Existenzen hätte zerstören können. Viele wären unter diesem Druck eingebrochen und hätten aufgegeben. Wir waren und sind erfreulicherweise gut genug aufgestellt, dass wir dem standhalten können. Aber andere hätten nun ihre wirtschaftliche Existenz verloren und ihre Beziehungen wären zerstört. Einfach nur, weil die MainPost Schlagzeilen braucht und die Weltanschauungsbeauftragten gerne in diesen Schlagzeilen auftauchen. Beispiele gibt es unzählige und Betroffenenhilfe gibt es kaum!

Wir möchten nicht in einer Welt leben, in der dieses Verhalten “Okay” ist, und machen daher nach wie vor relevante Vorgänge mit der Presse und anderen Institutionen transparent, sodass sich jeder ein eigenes Bild und eine eigene Meinung machen kann und mit uns daran arbeiten kann, dass so etwas nicht mehr passiert.

In dem Zusammenhang verweisen wir auf unsere neueste Veröffentlichung auf http://www.alle-seiten.org.

Vor etwa einem Jahr haben wir von einer Journalistin erfahren, die ebenfalls einen Artikel über uns schreiben wollte. Wir haben diese Journalistin, die anonym bleiben möchte, in vollster Transparenz pro-aktiv angeschrieben, mit der Bitte entweder von einem Artikel ganz abzusehen, oder diesen wenigstens unter Berücksichtigung aller Sichtweisen und in Zusammenarbeit mit uns zu veröffentlichen, anders als die MainPost. Der darauffolgende E-Mail-Verkehr und zwei Zoom-/Telefon-Gespräche haben uns von einer Zusammenarbeit Abstand nehmen lassen, da diese Journalistin nicht bereit war ein Mindestmaß einer ethisch-moralischen Grundhaltung einzunehmen.

Doch lest euch den E-Mailverkehr selbst durch: https://alle-seiten.org/mailverkehr-journalistin/

Entweder entlarvt sich diese Form des Journalismus nun ein weiteres Mal ihrer einseitigen Berichterstattung, wie es bis zu der heutigen Entlastung durch die Staatsanwaltschaft wahrscheinlich war, oder die Journalistin wird die Auswahl ihrer Quellen überdenken und doch einen konstruktiven, ausgewogenen Artikel schreiben.

– Nachtrag: Die Journalistin hat einen Tag nach dieser Veröffentlichung hier mit ihrem Kollegen an unserer Tür geklingelt und mit unschönen Methoden versucht uns in ein Gespräch zu verwickeln. Mehr dazu hier ganz unten. –

Wir bedanken uns bei allen Journalisten, die uns im letzten Jahr gezeigt haben, wie konstruktiver, aufrichtiger Journalismus funktioniert!

Alles Liebe und Gute uns allen,
Go&Change

*Den vollständigen Artikel kann man hier abrufen (hinter Bezahlschranke):
https://www.mainpost.de/regional/schweinfurt/gochange-ermittlungen-eingestellt-aber-kein-persilschein-art-10620573


10.07.2020 - Dritte Stellungnahme von Go&Change: Danke!

Lülsfeld, 10.07.2020

Liebe Freunde,

inzwischen sind gute 1,5 Monate seit Erscheinen des ersten Artikels am 22.05.2020 in der Main-Post vergangen.

Vielen Dank für den enormen Zuspruch, den wir erhalten, z.B. in Form von über 70 Erfahrungsberichten und unzähligen E-Mails. Das berührt uns sehr, was ihr da schreibt!

Wie ihr euch sicher vorstellen könnt ist aktuell unglaublich viel bei und um uns los und wir machen uns sehr viel Arbeit mit den Artikeln und ihren Nachwirkungen konstruktiv umzugehen und die Situation zu nutzen um an neuen Stellen liebevoll in dieser Welt zu wirken.

Vor allem die Destruktivität mit der die Presse und die Weltanschauungsbeauftragten agieren hat uns schockiert. Daher haben wir aktuell ein hohes Bestreben dort zu Veränderungen beizutragen!

Vieles davon könnt ihr auf www.alle-seiten.org mitverfolgen oder später nachlesen.

Die Konflikte mit Einzelnen wollen wir gerne nach wie vor lösen und sind, wie immer, bereit mit jeder kritischen Stimme zu sprechen, die an einem konstruktiven Dialog interessiert ist – gerne mit Mediator oder einer ähnlichen vermittelnden Stelle.

Wir freuen uns sehr auf die kommenden Monate, die viel Klarheit und damit Liebesmöglichkeiten mit sich bringen werden.

Alles Liebe,
Go&Change

03.06.2020 - Zweite Stellungnahme von Go&Change zur Gesamtsituation

Lülsfeld, 03.06.2020, ergänzt am 04.06.2020

Liebe Freunde,

über eine Woche ist seit der letzten Stellungnahme vom 25.05.2020 vergangen.

In dieser Zeit haben uns 33 wunderschöne und berührende Leserbriefe und Erfahrungsberichte von ehemaligen Bewohnern, Freunden, Gästen und Kooperationspartner erreicht, die zu größten Teilen gleichzeitig auch an die Mainpost geschickt wurden.

Wir haben einige Gespräche geführt und viele E-Mails hin und her geschickt.

Trotz dieser positiven Resonanz veröffentlicht die Mainpost weiterhin tendenziöse Artikel mit falschen Behauptungen.

Um dem etwas entgegen zu setzen, haben wir uns entschieden den Weg der größtmöglichen Transparenz zu gehen und veröffentlichen nun alle uns vorliegenden Dokumente inklusive der uns vorliegenden Leserbriefe und Stellungnahmen.

Auf unserer neuen Homepage findet ihr alle Vorgänge zur Einsicht, sodass sich jeder ein eigenes Bild machen kann.

www.alle-seiten.org

Sollten noch wichtige Berichte, Sichtweisen oder Perspektiven fehlen, dann schickt diese bitte an die Mainpost mit uns im CC (kontakt@alle-seiten.org) und wir veröffentlichen sie gerne unter Angabe deines Namens oder auch anonym. Ihr könnt eure Berichte natürlich auch gerne einfach nur an uns schicken.

Danke und alles Liebe,
Go&Change

25.05.2020 - Erste Stellungnahme von Go&Change zum Artikel der Mainpost vom 22.05.2020

Lülsfeld, 25.05.2020, korrigiert am 26.05.2020, ergänzt am 27.05.2020, Ergänzung vom 27.05. korrigiert am 30.05.2020

Liebe Freunde,

wie viele wahrscheinlich gelesen haben, wurde ein Artikel mit schweren Vorwürfen gegen uns in einer regionalen Zeitung, der Mainpost, veröffentlicht.

Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Klarstellung und konstruktiven Lösung für alle gewollt und ungewollt Beteiligten.

Zu allererst möchten wir zwei Sachen ganz deutlich machen:

  1. Es ist nie zu Übergriffigkeit, Machtmissbrauch, Nötigung oder ähnlichem gekommen. Das sind reine Erfindungen. Alles basiert bei uns auf Freiwilligkeit und Selbstverantwortung.
  2. Nicht nur die Bewohner, sondern jeder Gast hat bei uns die Möglichkeit alles mitzubekommen, was wir machen und was bei uns passiert, weil wir nichts verstecken. Und wir hatten in den letzten drei Jahren weit über tausend Gäste!

Für unsere Gäste ist schnell ersichtlich, dass wir selbst unsere intimsten Gemeinschaftsprozesse nicht verstecken, sondern diese Prozesse transparent mit der gesamten Gemeinschaft und oft in Anwesenheit von Gästen gestalten. Diese transparenten Prozesse sind anfangs für viele ungewohnt und anstrengend. Das ist uns bewusst und der Grund, warum Menschen erst bei uns einziehen dürfen, wenn sie viele Monate regelmäßig bei allen gemeinschaftlichen Aktivitäten dabei waren und wissen worauf sie sich einlassen.

Hier weiß jeder von jedem was passiert.

Kein Gast und kein ehemaliger Bewohner hat bei uns Verfehlungen festgestellt, die eine Anzeige bei der Polizei, beim Jugendamt, bei der Gemeinde oder bei sonst einer behördlichen Stelle nach sich gezogen haben.

Wir waren und sind jederzeit bereit mit den genannten Behörden zusammenzuarbeiten und rufen explizit jeden auf uns zur Anzeige zu bringen, wenn wir seiner Meinung nach gegen geltendes Recht verstoßen haben sollten.

Ein Unverständnis besteht bei uns in Bezug auf die Weltanschauungsbeauftragten. Diese waren auf UNSERE Initiative hin bei uns zu Besuch, wir haben intensive Gespräche geführt und mehrmals angeboten jeden Konfliktpunkt bis zum Ende auszuarbeiten und eine gemeinsame Lösung zu finden. Wir haben nach dem Gespräch nichts mehr von ihnen gehört. Daher dachten wir, dass kein Konflikt besteht.

Im Kloster leben wir eine Kultur der Transparenz und des konstruktiven Feedbacks, in dem jedes fragliche Handeln in einem gemeinschaftlichen Prozess geprüft wird, ob es konstruktiv und dem Menschen dienend ist, oder nicht.

Das ist ethische Kulturarbeit, die sich an den Werten Liebe, Konstruktivität, Wahrheit, Miteinander, Fairness usw. ausrichtet.

Über die letzten drei Jahre hatten wir sehr viele Gäste, die live Zeugen dieses Prozesses und Ringens um ein immer konstruktiveres Miteinander geworden sind.

Dabei haben wir bestimmt Fehler gemacht, aber mit Sicherheit nicht die, die uns in diesem Artikel vorgeworfen werden.

Bis auf drei Bewohner, die die Gemeinschaft verlassen haben, wurden alle anderen nach gemeinschaftlichen Prozessen dazu aufgefordert zu gehen, da ihr Verhalten und ihre Einstellung nicht mehr mit den Werten unserer Gemeinschaft vereinbar waren.

Auch mit diesen ehemaligen Mitbewohnern sind wir stets bemüht, im Kontakt zu bleiben und die Konflikte zu klären.

Die meisten ehemaligen Bewohner haben uns daher auch nichts vorzuwerfen. Es gibt nur eine kleine Gruppe, die ungut mit uns auseinander gegangen ist, weil sie sich ungerecht behandelt gefühlt hat.

Doch auch mit diesen haben wir nachweislich viele Anstrengungen unternommen um das zu klären.

Grundsätzlich haben wir unsere ehemaligen Bewohner mit denen es Probleme gab, regelmäßig zu Gesprächen eingeladen, immer wieder mit dem Angebot dies auch an einem neutralen Ort mit Hilfe eines Mediators o.ä. zu gestalten.

Kaum einer dieser ehemaligen Bewohner ist darauf bisher eingegangen. Es gab im Laufe der Jahre zwei Klärungsgespräche mit unbeteiligten Dritten.

Mit einigen konnten wir etwas klären und mit anderen war das nicht möglich.

Mit allen anderen ehemaligen Bewohnern sind wir nach wie vor in einem guten, oder mindestens respektvollen Verhältnis.

Wir gehen davon aus und arbeiten daran, dass die Mainpost nach dem Vorliegen ALLER relevanten Informationen eine Gegendarstellung veröffentlichen wird.

Bis dahin bitten wir euch um etwas Geduld und eure Unterstützung. Wenn ihr bereit seid öffentlich, oder anonymisiert einen Erlebnisbericht eures Aufenthaltes bei uns zu teilen, dann schreibt uns doch bitte eine Mail an kontakt@goandchange.de.

Ergänzung vom 27.05. korrigiert am 30.05.2020

Bitte meldet euch nicht mehr direkt bei der Mainpost und den Autoren. Laut unseren Informationen haben diese nun genügend konstruktive Erlebnisberichte vorliegen. Gerne könnt ihr weiterhin welche an uns schicken, die wir in den weiteren Klärungsprozess miteinbeziehen.

Vielen Dank und alles Liebe,
Go&Change