Unsere Stellungnahmen


10.07.2020 - Dritte Stellungnahme von Go&Change: Danke!

Lülsfeld, 10.07.2020

Liebe Freunde,

inzwischen sind gute 1,5 Monate seit Erscheinen des ersten Artikels am 22.05.2020 in der Main-Post vergangen.

Vielen Dank für den enormen Zuspruch, den wir erhalten, z.B. in Form von über 70 Erfahrungsberichten und unzähligen E-Mails. Das berührt uns sehr, was ihr da schreibt!

Wie ihr euch sicher vorstellen könnt ist aktuell unglaublich viel bei und um uns los und wir machen uns sehr viel Arbeit mit den Artikeln und ihren Nachwirkungen konstruktiv umzugehen und die Situation zu nutzen um an neuen Stellen liebevoll in dieser Welt zu wirken.

Vor allem die Destruktivität mit der die Presse und die Weltanschauungsbeauftragten agieren hat uns schockiert. Daher haben wir aktuell ein hohes Bestreben dort zu Veränderungen beizutragen!

Vieles davon könnt ihr auf www.alle-seiten.org mitverfolgen oder später nachlesen.

Die Konflikte mit Einzelnen wollen wir gerne nach wie vor lösen und sind, wie immer, bereit mit jeder kritischen Stimme zu sprechen, die an einem konstruktiven Dialog interessiert ist – gerne mit Mediator oder einer ähnlichen vermittelnden Stelle.

Wir freuen uns sehr auf die kommenden Monate, die viel Klarheit und damit Liebesmöglichkeiten mit sich bringen werden.

Alles Liebe,
Go&Change

03.06.2020 - Zweite Stellungnahme von Go&Change zur Gesamtsituation

Lülsfeld, 03.06.2020, ergänzt am 04.06.2020

Liebe Freunde,

über eine Woche ist seit der letzten Stellungnahme vom 25.05.2020 vergangen.

In dieser Zeit haben uns 33 wunderschöne und berührende Leserbriefe und Erfahrungsberichte von ehemaligen Bewohnern, Freunden, Gästen und Kooperationspartner erreicht, die zu größten Teilen gleichzeitig auch an die Mainpost geschickt wurden.

Wir haben einige Gespräche geführt und viele E-Mails hin und her geschickt.

Trotz dieser positiven Resonanz veröffentlicht die Mainpost weiterhin tendenziöse Artikel mit falschen Behauptungen.

Um dem etwas entgegen zu setzen, haben wir uns entschieden den Weg der größtmöglichen Transparenz zu gehen und veröffentlichen nun alle uns vorliegenden Dokumente inklusive der uns vorliegenden Leserbriefe und Stellungnahmen.

Auf unserer neuen Homepage findet ihr alle Vorgänge zur Einsicht, sodass sich jeder ein eigenes Bild machen kann.

www.alle-seiten.org

Sollten noch wichtige Berichte, Sichtweisen oder Perspektiven fehlen, dann schickt diese bitte an die Mainpost mit uns im CC (kontakt@alle-seiten.org) und wir veröffentlichen sie gerne unter Angabe deines Namens oder auch anonym. Ihr könnt eure Berichte natürlich auch gerne einfach nur an uns schicken.

Danke und alles Liebe,
Go&Change

25.05.2020 - Erste Stellungnahme von Go&Change zum Artikel der Mainpost vom 22.05.2020

Lülsfeld, 25.05.2020, korrigiert am 26.05.2020, ergänzt am 27.05.2020, Ergänzung vom 27.05. korrigiert am 30.05.2020

Liebe Freunde,

wie viele wahrscheinlich gelesen haben, wurde ein Artikel mit schweren Vorwürfen gegen uns in einer regionalen Zeitung, der Mainpost, veröffentlicht.

Wir arbeiten mit Hochdruck an einer Klarstellung und konstruktiven Lösung für alle gewollt und ungewollt Beteiligten.

Zu allererst möchten wir zwei Sachen ganz deutlich machen:

  1. Es ist nie zu Übergriffigkeit, Machtmissbrauch, Nötigung oder ähnlichem gekommen. Das sind reine Erfindungen. Alles basiert bei uns auf Freiwilligkeit und Selbstverantwortung.
  2. Nicht nur die Bewohner, sondern jeder Gast hat bei uns die Möglichkeit alles mitzubekommen, was wir machen und was bei uns passiert, weil wir nichts verstecken. Und wir hatten in den letzten drei Jahren weit über tausend Gäste!

Für unsere Gäste ist schnell ersichtlich, dass wir selbst unsere intimsten Gemeinschaftsprozesse nicht verstecken, sondern diese Prozesse transparent mit der gesamten Gemeinschaft und oft in Anwesenheit von Gästen gestalten. Diese transparenten Prozesse sind anfangs für viele ungewohnt und anstrengend. Das ist uns bewusst und der Grund, warum Menschen erst bei uns einziehen dürfen, wenn sie viele Monate regelmäßig bei allen gemeinschaftlichen Aktivitäten dabei waren und wissen worauf sie sich einlassen.

Hier weiß jeder von jedem was passiert.

Kein Gast und kein ehemaliger Bewohner hat bei uns Verfehlungen festgestellt, die eine Anzeige bei der Polizei, beim Jugendamt, bei der Gemeinde oder bei sonst einer behördlichen Stelle nach sich gezogen haben.

Wir waren und sind jederzeit bereit mit den genannten Behörden zusammenzuarbeiten und rufen explizit jeden auf uns zur Anzeige zu bringen, wenn wir seiner Meinung nach gegen geltendes Recht verstoßen haben sollten.

Ein Unverständnis besteht bei uns in Bezug auf die Weltanschauungsbeauftragten. Diese waren auf UNSERE Initiative hin bei uns zu Besuch, wir haben intensive Gespräche geführt und mehrmals angeboten jeden Konfliktpunkt bis zum Ende auszuarbeiten und eine gemeinsame Lösung zu finden. Wir haben nach dem Gespräch nichts mehr von ihnen gehört. Daher dachten wir, dass kein Konflikt besteht.

Im Kloster leben wir eine Kultur der Transparenz und des konstruktiven Feedbacks, in dem jedes fragliche Handeln in einem gemeinschaftlichen Prozess geprüft wird, ob es konstruktiv und dem Menschen dienend ist, oder nicht.

Das ist ethische Kulturarbeit, die sich an den Werten Liebe, Konstruktivität, Wahrheit, Miteinander, Fairness usw. ausrichtet.

Über die letzten drei Jahre hatten wir sehr viele Gäste, die live Zeugen dieses Prozesses und Ringens um ein immer konstruktiveres Miteinander geworden sind.

Dabei haben wir bestimmt Fehler gemacht, aber mit Sicherheit nicht die, die uns in diesem Artikel vorgeworfen werden.

Bis auf drei Bewohner, die die Gemeinschaft verlassen haben, wurden alle anderen nach gemeinschaftlichen Prozessen dazu aufgefordert zu gehen, da ihr Verhalten und ihre Einstellung nicht mehr mit den Werten unserer Gemeinschaft vereinbar waren.

Auch mit diesen ehemaligen Mitbewohnern sind wir stets bemüht, im Kontakt zu bleiben und die Konflikte zu klären.

Die meisten ehemaligen Bewohner haben uns daher auch nichts vorzuwerfen. Es gibt nur eine kleine Gruppe, die ungut mit uns auseinander gegangen ist, weil sie sich ungerecht behandelt gefühlt hat.

Doch auch mit diesen haben wir nachweislich viele Anstrengungen unternommen um das zu klären.

Grundsätzlich haben wir unsere ehemaligen Bewohner mit denen es Probleme gab, regelmäßig zu Gesprächen eingeladen, immer wieder mit dem Angebot dies auch an einem neutralen Ort mit Hilfe eines Mediators o.ä. zu gestalten.

Kaum einer dieser ehemaligen Bewohner ist darauf bisher eingegangen. Es gab im Laufe der Jahre zwei Klärungsgespräche mit unbeteiligten Dritten.

Mit einigen konnten wir etwas klären und mit anderen war das nicht möglich.

Mit allen anderen ehemaligen Bewohnern sind wir nach wie vor in einem guten, oder mindestens respektvollen Verhältnis.

Wir gehen davon aus und arbeiten daran, dass die Mainpost nach dem Vorliegen ALLER relevanten Informationen eine Gegendarstellung veröffentlichen wird.

Bis dahin bitten wir euch um etwas Geduld und eure Unterstützung. Wenn ihr bereit seid öffentlich, oder anonymisiert einen Erlebnisbericht eures Aufenthaltes bei uns zu teilen, dann schreibt uns doch bitte eine Mail an kontakt@goandchange.de.

Ergänzung vom 27.05. korrigiert am 30.05.2020

Bitte meldet euch nicht mehr direkt bei der Mainpost und den Autoren. Laut unseren Informationen haben diese nun genügend konstruktive Erlebnisberichte vorliegen. Gerne könnt ihr weiterhin welche an uns schicken, die wir in den weiteren Klärungsprozess miteinbeziehen.

Vielen Dank und alles Liebe,
Go&Change