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Polizei

09.06.2020 - Unser Gespräch mit Polizeihauptkommissarin Endres

Wie verabredet fand heute das Gespräch zwischen Frau Polizeihauptkommissarin Margit Endres und Herrn Felix Krolle statt.

An dieser Stelle einen herzlichen Dank an Frau Endres, die uns seit jeher mit einer großen Offenheit und Dialogbereitschaft begegnet.

Sie hat uns bestätigt, dass es bei der Polizeiinspektion Gerolzhofen in den letzten Jahren keine Beschwerden über uns gab.

Sie hat uns außerdem bestätigt, dass aufgrund des Artikels ein Ermittlungsverfahren gegen uns bei den Schweinfurter Behörden eingeleitet wurde.

Wir haben uns zu Fragen unserer Lebensführung ausgetauscht und konnten uns unkompliziert über alle wichtigen Punkte verständigen.

Dieses Gesprächergebnis veröffentlichen wir mit freundlichem Einverständnis von Frau Endres.

Vielen Dank für das Gespräch!

02.06.2020 - Antwort von Polizeihauptkommissarin Endres auf unsere E-Mail vom 29.05.2020

Verabredung zu einem Gesprächstermin zwischen der Hauptkommissarin und Go&Change in der nächsten Woche.

29.05.2020 - E-Mail von Go&Change an die Polizeihauptkommissarin Endres der Polizeiinspektion Gerolzhofen


Sehr geehrte Frau Endres,

in letzter Zeit ist mindestens einmal ein Streifenwagen ohne anzuhalten durch unsere Einfahrt und über unseren Parkplatz gefahren.

Ich wollte die Gelegenheit nutzen und direkt mit Ihnen über den Artikel in der Mainpost sprechen. Leider habe ich Sie telefonisch nicht erreicht.

Daher wähle ich nun diesen Weg. Gerne bin ich/sind wir bereit für ein Gespräch persönlich oder auch am Telefon.

Wir sind sehr bestrebt unsere in den letzten Jahren sorgsam, mit viel Liebe und Mühe aufgebauten Beziehungen in der Region vor diesen unglaublichen Diffamierungsversuchen einiger Weniger zu schützen.

Wir suchen aktiv das Gespräch mit der Gemeinde Lülsfeld, mit den Erlöserschwestern, dem Jugendamt, den Weltanschauungsbeauftragten und unseren ehemaligen Bewohnern. Das Vertrauen in die Presse haben wir durch diesen Artikel verloren.

Unsere erste öffentliche Stellungnahme finden Sie auf unserer Homepage: https://goandchange.de/aktuelles/

Dort bitten wir unsere Freunde und Gäste an die Mainpost und uns ihre Erfahrungen, die sie bei uns gemacht haben zu schildern.

Gleichzeitig haben wir alle unsere ehemaligen Bewohner gebeten dies ebenso zu tun. Die Resonanz ist berührend. 14 ehemalige Bewohner haben bereits an die Mainpost geschrieben und einige mehr haben einen Bericht angekündigt.

Ebenso haben viele Freunde und Kooperationspartner ihre Erfahrungen mit uns an die Mainpost geschickt oder haben dies angekündigt.

Wir wissen von vielen anderen Gemeinschaften in ganz Europa, die in den letzten Jahrzehnten Zielscheibe genau solcher Diffamierungsversuche wurden. Daher können wir auf viel Erfahrungswissen zurück greifen, wie ein konstruktiver Umgang damit aussehen könnte.

So haben wir uns entschieden mit den Betroffenen und Beteiligten (Gemeinde Lülsfeld, Erlöserschwestern, Jugendamt, Weltanschaungsbeauftragten, ehemalige Bewohner und nun auch Ihnen) aktiv transparent zu sein um alle Vorwürfe aufzuklären und durch Transparenz den Raum für weitere unbegründete Anschuldigungen zu nehmen.

Dafür will ich gerne zwei Ebenen unterscheiden: die rechtliche und die unserer Lebensführung.

Zur rechtlichen Ebene möchte ich gerne klarstellen, dass wir voll und ganz hinter dem deutschen Rechtsstaat stehen, in diesen vertrauen und alle strittigen strafrechtlich relevante Fragen vor Gerichten und nicht in der Presse oder sonst wie zu klären sind.

Wir können ganz klar sagen, dass:

  1. bei uns nie jemand zu irgendetwas gezwungen wurde, weder sexuell noch sonst irgendwie
  2. bei uns nie jemand schwere körperliche Verwundungen o.ä. erfahren hat (außer dem einen Unfall im Garten vor ca. einm Jahr, der aber von der PI Gerolzhofen aufgenommen worden ist)
  3. wir nie jemandem Drogen verabreicht haben
  4. keiner bei uns unter einer finanzieller Kontrolle stand oder steht
  5. es unseren Kindern ausgesprochen gut geht und der Unfall letztes Jahr zwar zu einer Verurteilung wegen fahrlässiger Tötung geführt hat, dessen Strafe jedoch sehr gering war, da menschlich und moralisch den damaligen Betreuern oder unserer Struktur nichts vorzuwerfen war, wie auch das Jugendamt feststellte

Zu den Fragen unserer Lebensführung möchte ich selbst erstmal gar nichts weiter sagen. Dafür verweise ich mit Freude auf die Erfahrungsberichte unserer ehemaligen Bewohner, Freunde und Kooperationspartner, die Sie alle im Anhang finden. Diese wurden bereits, oder werden noch an die Mainpost geschickt, wie jeweils ersichtlich ist.

Von unserer Seite sind nun noch zwei Fragen offen:

  1. Wurde gegen (einen von) uns Anzeige erstattet bzw. finden aktuell Ermittlungen statt oder können Sie uns sagen, wie wir dies in Erfahrung bringen können? Sebastian Stark, einer der “Zeugen” aus dem Artikel, verbreitet dies auf Facebook ohne konkret zu werden.
  2. In Absprache aus Veröffentlichung vorerst entfernt

Wie gesagt, sind wir jederzeit für ein Gespräch mit Ihnen bereit, so wie auch mit allen anderen, die direkt oder indirekt von dem Artikel betroffen sind.

Vielen Dank und herzliche Grüße,
Felix Krolle


Staatsanwaltschaft


16.06.2020 - Rückmeldung der Staatsanwaltschaft auf unserer Anfrage

Die Staatsanwaltschaft hat uns bestätigt, dass sie nur auf Grundlage des MainPost-Artikels vom 22. bzw. 23.05.2020 Vorermittlungen eingeleitet hat.

Es wird aktuell gegen Unbekannt ermittelt, da es keine Anhaltspunkte für eine konkrete Person gibt.

01.06.2020 - Aussage der Staatsanwaltschaft im Artikel der Mainpost

Auf Anfrage teilte die Staatsanwaltschaft mit, das auf Grund der im Artikel der Mainpost erschienen Vorgänge “Vorermittlungen von Amts wegen” her aufgenommen werden mussten. Es soll geklärt werden “ob es im Umfeld der Gruppierung zu Straftaten gekommen ist”.

*Wir würden gerne die originalen Zitate aus der Mainpost einfügen, müssen die Stellen aber aus gesetzlichen Gründen vorerst sinngemäß wiedergeben, bis die MainPost einer Veröffentlichung zustimmt.