Gemeinschaften


13.06.2020 - Stellungnahme von Zäme, Schweiz

Stellungnahme der Gemeinschaft Zäme, Schweiz, zu den Pressevorwürfen gegen die Gemeinschaft Go&Change, Lülsfeld

Liebe Gemeinschaft Go & Change

Nachdem Frieda eine persönliche Stellungnahme an die Mainpost geschrieben hatte, wollen wir es nicht versäumen Euch als Gemeinschaft wissen zu lassen, das wir hinter Euch stehen. Bilden wir doch als einzelne Gemeinschaften, die wir für den Systemwechsel eintreten eine grosse “Gemeinschaft der Gemeinschaften“. Die entschlossensten der frühen und heute grossen Gemeinschaften wurden fast alle für ihre Sichtweise und Arbeit verleumdet. So sind wir nicht mehr erstaunt, sonder nur traurig, dass solche Anschuldigungen übelster Art sich immer noch durchsetzen und jetzt auch über euch ergiessen. Euer transparenter Umgang mit allen Stimmen dazu ist neu und ausserordentlich bemerkenswert!

Wir hatten ja das Glück von Euch in drei unvergesslichen Prozesstagen begleitet zu werden hier bei uns in der Schweiz. Liebevoll, humorvoll, mit Geist und einem fast umtrügerischen Spürsinn für die Wahrnehmung unserer Schatten habt ihr geholfen in der Zusammenführung zweier Gruppen, die schon länger fühlten das sie zusammen gehören, es allein jedoch nicht hinkriegten.

Ihr Lieben, wir bleiben dran, so dass die in uns innewohnende Liebe immer deutlicher all unsere Denkweisen, Handlungen und Gefühle durchdringt.
Wir arbeiten daran, diejenigen Strukturen in uns zu bereinigen, die das noch verhindern. Dabei seid ihr uns Vorbild und dafür sind wir dankbar!

Mit freundschaftlichen Herzensgrüssen  
René, Philipp, Anusia, Frieda
Gemeinschaft „Zäme“


10.06.2020 - Stellungnahme von Tamera, Portugal

Stellungnahme von Tamera, Portugal, zu den Pressevorwürfen gegen die Gemeinschaft Go&Change, Lülsfeld

Die Gemeinschaft Go&Change gehört zum Netzwerk der deutschsprachigen Gemeinschaften, mit denen einige von uns regelmäßig Kontakt haben. Diese Gemeinschaft ist jetzt massiven Vorwürfen ausgesetzt. Als Tamera-Gemeinschaft kennen wir Go&Change zwar nicht gut genug, um hier fundiert etwas sagen zu können. Wir wissen aber aufgrund einiger gegenseitiger Besuche, dass sie sich wesentlichen Werten verpflichtet haben wie dem Aufbau von Wahrheit und Vertrauen unter Menschen. Ob dabei auch Fehler geschehen sind, können wir aus der Ferne nicht beurteilen. Aber die grotesken Vorwürfe, die man jetzt gegen sie vorbringt, machen uns höchst misstrauisch, vor allem im ersten Artikel der Mainpost bzgl. Gewalt und sexuellem Missbrauch.

Massive Falschmeldungen in der Presse oder von Seiten so genannter Weltanschauungsbeauftragter (früher hieß das Sektenbeauftragte) haben fast alle Gemeinschaften erlebt, die ernsthaft versuchen, eine Alternative zum gesellschaftlichen Mainstream aufzubauen und mehr Wahrheit untereinander zu wagen. Unsere eigene Gemeinschaft hat sich in der Anfangszeit jahrelang gegen absurde Vorwürfe wehren müssen. Zeitweise kamen wir uns vor wie in einer Hetzkampagne ohne irgendwelche ethischen oder rechtlichen Grenzen – aber stets so formuliert, dass es juristisch nicht angreifbar war. Sogar die Kindesentführung von Maddy McCann vor 13 Jahren in Portugal, die heute endlich aufgeklärt wird, wurde uns von der Bild-Zeitung in die Schuhe geschoben. (In diesem Fall konnten wir die Bild-Zeitung zu einer Gegendarstellung zwingen.)
In unserem Fall haben sich sämtliche Beschuldigungen später als haltlos herausgestellt. Wir vermuten, dass auch bei Go&Change und den massiven Vorgehen gegen sie ähnlich nicht durchschaute Hintergründe dazu geführt haben, dass jemand sie bewusst zu Fall bringen möchte. Wir bitten deswegen alle, die jetzt solche Nachrichten in den Medien lesen, erkundigt euch selbst, bevor ihr solche Meldungen einfach glaubt. Oft haben haben die Kampagnen zu massiver Ruf-Schädigung und Behinderung der Arbeit geführt, auch wenn sich die Behauptungen später als falsch herausgestellt haben. Einige Kooperationspartner, Veranstalter, öffentliche Personen oder ehrlichere Journalisten zogen sich in unserm Fall aus Angst, den eigenen Ruf zu gefährden, zurück – selbst wenn sie wussten, dass die Vorwürfe falsch waren.

Eine freie Gesellschaft braucht natürlich freie Presse. Aber bitte habt den Mut zu hinterfragen, wie frei und wie wahr berichtet die Presse hier wirklich? Die Art des Vorgehens lässt uns zumindest fragen: Handelt es sich hier um eine bewusste Schädigung einer Gruppe, die etwas Neues wagt? Zum Glück gibt es auch redliche Presse, die reflektiert über gesellschaftliche Alternativen berichtet, deren Gedanken und Lebensweise vermittelt, durchaus auch kritisch hinterfragt, aber in Fairness und Offenheit. Angesichts von ökologischer und sozialer Zerstörung werden Alternativen gebraucht, und wir sollten durch unsere Achtsamkeit mithelfen, dass redliche Ansätze nicht durch Verleumdung behindert werden.

Sabine Lichtenfels für die Tamera-Gemeinschaft

Tamera Peace Research Centre
Monte Cerro, 7630-392 Relíquias
Portugal